

Leutenberg blickt auf eine rund 1000jährige Geschichte zurück. Sie dürfte mit der Burg begonnen haben. Aus einem Jagdsitz heraus soll sie entstanden sein. Auf der Burg saß der Herr mit Gefolge. Unter ihr siedelten sich Handwerker, Bauern, Holzfäller und Fuhrleute an. Sie mussten dem Herrn Wohnung, Nahrung, Kleidung und Bewaffnung schaffen und erhalten.
Einem Herrn Liuto ist der Ortsname zu verdanken. Leutenberg=Berg des Liuto. 1187 wird urkundlich ein Henricus von Lutenberg erwähnt. 1987 feierte man deshalb das 800-jährige Jubiläum mit einer Festwoche, mit Festumzug und Eröffnung des Heimatmuseums. Unklar ist, wann und wie Leutenberg an die Grafen von Schwarzburg kam. 1208 gab König Otto IV. die "Provinz Saalfeld" an die Schwarzburger, wobei sich vermutlich auch Leutenberg befand. Im 13. Jhdt. entwickelte sich Leutenberg zur Stadt, wurde Mittelpunkt eines Gemeinwesens mit den umliegenden Orten. Dazu trug sicher bei, dass eine alte Straße, Nebenweg bedeutender Straßen, von Süd nach Nord und umgekehrt, durch Leutenberg lief. Sie kam von Lehesten und Roda herunter, führte durch den Ort und ging weiter nach Eichicht und Saalfeld.
1326 werden in einer Urkunde "hus und di Stad czu
Luthenberg", also Burg und Stadt, genannt. 1976 feierte man deshalb das
650jährige Stadtjubiläum und 2001 das 675-jährige.
Von 1362 bis 1564 war
Leutenberg Sitz der selbständigen Linie Schwarzburg/Leutenberg. Bedeutender Graf
war Balthasar ( 1453 - 1525). Obwohl oft ortsabwesend, setzte er sich für seine
Herrschaft ein. Er förderte den Bergbau, ließ die verfallene Kirche 1512 neu
errichten, baute an seiner Burg und ging gegen die Mönche des kleinen
Benediktinerklosters wegen ihres verwerflichen Lebenswandels vor. Luthers
Reformation folgte 1530 bis 1533.